Systemisch denken – bewusst leben.

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Mit Auswirkungsbewusstsein erlebst du Glück und Erfolg!

Was ist systemisches Denken?

Wenn du ein Problem hast, und du versuchst, es zu lösen, hast du verschiedene Möglichkeiten, dein Problem von allen Seiten zu betrachten. Meistens versuchen wir uns sinnvollerweise vorzustellen, welche Lösungen es denn so geben könnte. Das ist jedoch in der Problemsituation nicht ganz einfach. Unser Vorstellungsvermögen ist unter Stress leider nicht besonders kreativ.

Systemisch denken greift hier etwas weiter. Du stellst dir vor, dein Problem wäre schon gelöst und betrachtest dein Zukunfts-Ich, das das Problem nicht mehr hat. Du versuchst zu erkennen, woran dein Zukunfts-Ich es überhaupt merken würde, dass das Problem nicht mehr da ist. Und wer in deiner Zukunft es noch bemerken würde und woran?

Du könntest dann von deinem Zukunfts-Ich aus zurückschauen, um zu sehen, was du alles gemacht oder auch nicht gemacht hast, wodurch das Problem sich gelöst hat. (Probehandeln)

Du könntest auch die Menschen und Organisationen in deinem Umfeld betrachten, wie  sich diese auf dein Problem auswirken, und wie sich dein Problem auf sie auswirkt? Du könntest z.B. fragen: Wenn ein anderer mein Problem haben wollen würde, was müsste er/sie tun?

Du bekommst schließlich durch diese Fragen an dich selbst ein klareres Bewusstsein über dich in dieser Welt. Und so spürst du auch, dass das, was wir tun, was wir sagen, wie wir handeln, immer eine Auswirkung auf Systeme hat.

Du schaust dir also nicht nur die Form deines Problems und deiner Welt an, sondern auch die Struktur und wie Form und Struktur in der Lösungswelt aussehen. So erschaffst du dir den Raum der vielen Möglichkeiten.

Was sind Systeme?

Das Wort System kommt vom altgriechischen sýstēma  und bedeutet ein „aus mehreren Einzelteilen zusammengesetztes Ganzes“. Wenn du also eine Familie hast, dann bist du Teil deines Familiensystems. An deiner Arbeitsstelle oder in deinem Verein etc. bist du Teil einer Organisation, du bist Teil deines Freundeskreises und du bist auch Teil der Menschheit. Je kleiner das System, desto stärkere Auswirkungen kann dein Handeln haben. Wenn du z.B. einen Eimer Seifenwasser in den Ozean schütten würdest, wären die Auswirkungen gering, schüttest du das Wasser in einen kleinen Fischteich, wären sie verheerend. Wenn du einen Stein in die Wellen des Meeres wirfst, werden kaum Kreise entstehen, wirfst du den Stein in einen ruhigen Teich entfachst du viele kleine ringförmige Wellen, die sich im System „Teich“ ausbreiten. So reagiert jedes System auf seine Weise und es ist wichtig, sich klar zu werden, dass Systeme reagieren.

Warum sollte ich systemisch denken?

Systemisches Denken eröffnet dir neue Möglichkeiten zu mehr Bewusstheit und Klarheit. So kannst du z.B. die Personen in einem betroffenen System mit Gegenständen auf dem Tisch anordnen, um dir klar zu werden, wie die Personen zueinander stehen und wie die Anordnung verändert werden müsste, damit sich etwas ändert. Systemische Struktur-Aufstellungen mit Menschen als „Stellvertreter“ bzw. „Platzhalter“ haben sich mittlerweile etabliert und werden weltweit angeboten.

Letztlich ermöglicht dir systemisches Denken und Handeln so auch mehr Verbundenheit zu anderen Menschen und zu dir selbst.

Wie kann ich lernen, so zu denken?

Du lernst das leicht, wenn du beginnst, dich als Teil eines Ganzen wahrzunehmen. Wenn du also weniger vom ICH  ausgehst und mehr vom WIR. Wie nehme ich mich im Wir wahr? Wenn du dir angewöhnst, Auswirkungsbewusstsein zu entwickeln: Welchen Einfluss hat mein Verhalten auf andere? Welchen Einfluss haben andere auf mich? Was kann ich heute schon tun, um die Zukunft zu haben, die ich mir wünsche?

Wie soll das funktionieren?

Je mehr Fragen du dir stellst, desto mehr wird dir bewusst, wie wenig du weißt. Erst, wenn du dir erlaubst, nicht schon alles zu wissen, und lernst, auf schnelle, einfache Antworten zu verzichten, erweitert sich dein Horizont. Dadurch werden deine Wege nicht mehr blockiert (durch das vermeintliche alles schon Wissen), sondern es eröffnen sich dir immer wieder neue interessante Abzweigungen. Dein Raum öffnet sich für mehr Möglichkeiten, als dir heute bewusst bist.

Woran erkenne ich, dass es funktioniert?

Frage dein Zukunfts-Ich!

Was wirst du dann sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken?

Und wen? Und was noch? Wer bist du dann?

Der Philosoph Ludwig Wittgenstein in seinem Traktatus logico-philosophicus:

Wie wir uns räumliche Gegenstände überhaupt nicht außerhalb des Raumes, zeitliche nicht außerhalb der Zeit denken können, so können wir uns keinen Gegenstand außerhalb der Möglichkeit seiner Verbindung mit anderen denken.

Viel Freude beim Probehandeln!

Ihre Annetta Höhn

Hyp‘Berlin: Psychotherapie, Coaching und Hypnose in Berlin Zehlendorf