Zielen hinterher jagen oder im Flow sein? Wie deine Erwartungshaltung deinen Erfolg beeinFLUSSt.

green mountains and flowing river
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In meinem ersten Blog habe ich über Ziele und Visionen geschrieben. Regelmäßig wollte ich nun weitere Artikel schreiben. Ein Ziel, das ich nicht erfüllt habe. Vielleicht, weil etwas anderes mit der Zeit wichtiger wurde? Ich habe inzwischen eine Ausbildung zur Meditations- und Achtsamkeitslehrerin gemacht, wodurch wieder ganz neue Ideen und Interessen in den Fokus gerieten. Fertig mit dem Lernen werde ich wohl nie sein. Jeder Tag ist ein Erleben des Seins mit seinen Gedanken, Gefühlen, Wahrnehmungen, Emotionen.

Doch, wie ich meinen Tag erlebe und was ich fühle, hängt entscheidend davon ab, wie ich bewerte.

Wenn du etwas Neues anfängst, welche Gedanken leiten dich?

„Es geht bestimmt schief.“ „Ich werde versagen.“ „Es ist zu gefährlich.“ Es ist zu anstrengend.“

Wenn du so denkst, wie kannst du überhaupt beginnen? Leiten dich im Leben mehr pessimistische Gedanken?

Oder denkst du eher:

„Das schaffe ich schon.“ „Es könnte klappen.“ „Es wird schon gut gehen.“ „Ich packe das.“

Du bist eher der Optimist?

Statistisch gesehen, leben Optimisten, also die, deren Glas halbvoll ist, länger und sind glücklicher. Und das, obwohl sie sicherlich viel öfter enttäuscht werden, als Pessimisten. Wenn ich sowieso erwarte, dass etwas schief geht, werde ich nicht enttäuscht, denn ich hatte das ja schon erwartet.

Was wäre aber, wenn meine Erwartungshaltung etwas mit dem Ergebnis zu tun hat?

Kennst du den Placebo-Effekt? Vermutlich hast du schon häufiger davon gehört, wie unsere  Haltung einem Medikament gegenüber seine Wirkung beeinflusst. Das Unbewusste ist wie ein steter Fluss in unserem inneren System.  Es kümmert sich nicht nur um körperliche Funktionen wie Blutdruck, Verdauung, Temperaturregelung usw., sondern auch um das Treffen unserer Entscheidungen, um Motivation und um Ängste.

Wie kannst du nun dein Unbewusstes dabei unterstützen, dich zu unterstützen?

Du kannst lernen, dich von deinen Gedanken zu lösen und sie als das betrachten, was sie sind: Gedanken, deines Gehirns. Du bist nicht deine Gedanken. 

Wenn du deinem eigenen Gedankenstrom immerzu glaubst, identifizierst du dich mit deinen Gedanken. Dabei bist du doch so viel mehr! Viele unserer Gedanken wurden uns schon als Kind ins Gehirn gepflanzt. Denn wir Kinder lernten von den Erwachsenen durch Nachahmung.

Du kannst lernen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu betrachten, durch welche bewertenden Gedanken sie entstanden sind.

Ich gebe dir ein Beispiel:

  1. Du spürst gerade Ärger. Nimm‘ wahr, wo im Körper du den Ärger spürst. Untersuche einen Moment ganz genau dieses Gefühl.
  2. Betrachte das, was du über die Ursache deines Ärgers denkst. Betrachte genau, wie du die Situation, aus der dein Ärger entstanden ist, innerlich bewertest.
  3. Deine Bewertungen sind nur eine Perspektive. Es gibt immer auch andere Möglichkeiten der Bewertung.
  4. Was wäre, wenn du deine Perspektive wechseln könntest? Was wäre, wenn du stattdessen denken könntest: a) Das hat nichts mit mir zu tun. b) Es ist passiert und es ist schon Vergangenheit. Ich kann die Realität sowieso nicht ändern. c) Wie werde ich in 10 Jahren über diese Situation denken? d) Was ist eigentlich wirklich die Realität?

Ein Gedanke kann immer nur dann ein Gefühl erzeugen, wenn du an ihn glaubst.

Sokrates wusste schon:

Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.

Du kann vieles bewegen, wenn du lernst, deine bewertenden Gedanken mit Achtsamkeit zu untersuchen und dich nicht mehr von ihnen im Strom der Gefühle hinweg spülen lässt.

Im Coaching und in der Therapie machen wir das gemeinsam. Mit Achtsamkeitstraining und Meditation lernst du ganz selbständig, deine Gedanken richtig einzuschätzen und zu entscheiden, ob du ihnen Glauben schenkst oder dich bewegen willst.

Schau deinen Gedanken doch einmal von weitem zu, wie sie auf dem Karussell fahren. Du musst gar nicht mitfahren. Jetzt. Schau zu und entspanne dich…

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