Finde deine Vision vom Leben und erreiche deine Ziele!

Warum du nicht ins Handeln kommst und wie du das ändern kannst.

Teil 1 – Die Vision –

Die Arbeit an Zielen ist im Coaching ein wichtiges Thema. Viele Menschen haben schon Ziele, kommen aber nicht ins Handeln und erreichen sie nicht. Andere haben gar keine Ziele und sind verunsichert. Das macht ihnen Angst, im Leben zu scheitern.

Nicht jeder benötigt, um erfolgreich glücklich zu leben, unbedingt eine bewusste  Vorstellung. Bei manchen Menschen ist sie in Form von inneren Glaubenshaltungen und Wünschen schon so im Unbewussten verankert, dass sie automatisch immer in eine Richtung gehen, die zur Verwirklichung ihrer Ziele auf dem Weg zu ihrer Vision führt. Sie müssen sich gar nicht speziell darum kümmern.

„Eine Vision ist ein Luftschloss mit Handlungsauftrag.“photo-1459941129859-36389407362e.jpg

Wenn sich das bei dir gerade anders anfühlt, wenn du zwar häufig Ziele anvisierst, aber dann doch nichts dafür tust, könnte es sein, dass dein Unbewusstes noch keine innere Vision entwickeln konnte. Wir wachsen ja alle als kleine Menschen heran und erleben sehr unterschiedliche Rollen-Vorbilder und Werte-Vorstellungen bei unseren Eltern und Ahnen. Auch gesellschaftliche Normen und unsere Gene spielen dabei eine Rolle.

So bringt der eine schon von vornherein höhere Visionen und Träume über das Leben mit, und der andere ist noch völlig ohne Vorstellung.

Also, wenn sich das bei dir gerade alles etwas ziellos anfühlt, du dich vielleicht sogar innerlich fühlst, wie ein verirrtes Kind, versuch es doch einmal mit diesen Fragen:

Die Fragen möchten bei dir bewirken, dass du zuerst einmal eine Vorstellung über ein für dich erfülltes, schönes Leben bekommst. Als zweiten Schritt geht es darum, die einzelnen Handlungsschritte, die du dafür tun kannst, in Form von Zielen zu formulieren, die für dich selbst realistisch erreichbar sind.

Deine Ziele sind also die Stufen auf dem Weg zur Verwirklichung deiner Vision. (Manchmal sind sie auch Hinweise, wie du es vermeidest, dich selbst zu behindern.)

  1. Wie will ich leben? Was für ein Mensch will ich sein?
  2. Was möchte ich in die Welt bringen?
  3. Worauf will ich am Ende meines Lebens zurückblicken können?
  4. Was möchte ich, das meine Nachfahren über mich berichten?
  5. Welche Menschen kenne ich, die das Leben führen, das ich mir wünsche?
  6. Woran merke ich, dass ich bereits angefangen habe, im Sinne meiner Vision zu handeln?
  7. Wie kann ich sicherstellen, dass ich für meine Vision handele?

Wenn du diese Fragen nach deiner Vision beantwortet hast, nimm‘ dir die Zeit, von ihr zu träumen.

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Lehn dich zurück, mach es dir ganz bequem, vielleicht angenehme und leise Musik, vielleicht Kerzenlicht – was immer für dich angenehme Atmosphäre bedeutet – und beginne zu träumen. Stell dir vor, du lebst dein Leben so, wie es in deiner Vision sein soll.Versuche, deinen Traum mit allen Sinnen zu erleben: Was siehst du? Was hörst du? Was fühlst du? Was riechst du? Was schmeckst du?

  • Wer bist du nun?
  • Wie fühlt es sich für dich an?
  • Wie geht es in diesem Leben nun deinem Selbstbewusstsein?
  • Wie glücklich/entspannt/zufrieden siehst du aus?
  • Welche anderen Menschen umgeben dich?
  • Was hast du in dein Leben geholt?
  • Welche Erfahrungen haben dein Leben bereichert?
  • Wie spürst du die Fülle des Lebens?

Teil 2 – Die Ziele –

Hast du eine erste Vision entwickelt, kannst du dich nun gut um Handlungsschritte kümmern, mit denen du die Stufen baust, deine Ziele:OSASuBX1SGu4kb3ozvne_IMG_1088.jpg

  • Was sind die wichtigsten Handlungsschritte auf dem Weg zur Vision? 
  • Was wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung? 
  • Was ist mein erstes Ziel?
  • Was wird durch das Erreichen möglich?
  • Welcher Schritt ist der nächstfolgende?
  • Was wird durch ihn möglich?
  • Wie sabotiere ich mich manchmal selbst?

Dein Unbewusstes arbeitet immer für dich, also gib ihm auch die Möglichkeit, zu wissen, wo es hingehen soll. Mach es konkret, gib‘ dir selbst (also auch deinem Unbewussten) klare Handlungsanweisungen. Mach‘ dir deinen Zielsatz für jedes einzelne Ziel auf dem Weg zur Erfüllung deiner Vision!

Teilweise geht es bei deinen Zielen auch nur darum, sie zu ermöglichen. Häufig tun wir etwas für unser Vorankommen und verhindern das gleichzeitig durch andere Handlungen. Wir sabotieren uns selbst. Also stell‘ dir hin und wieder auch die Frage:

  • Was habe ich bisher alles getan, um meine Zielerreichung zu verhindern?
  • Wie habe ich das gemacht, mich immer wieder am Vorankommen zu hindern?

Du hast dein nächstes Ziel und du sagst dann vielleicht zu dir selbst oder auch zu anderen: „Ich würde gerne…“ oder „Ich möchte irgenwann mal…“ Diese Aussagen sind zu beliebig, sie erscheinen dem inneren System nicht wichtig genug, um die innere Motivation anzuheizen. Ein Ziel, das du auch wirklich erreichst, formulierst du  besser so:

Dein Zielsatz beginnt mit „Ich will…“ Und er ist positiv formuliert.

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Häufig weißt du, was du nicht willst. Z.B. „Ich will nicht mehr verschlafen, unüberlegt handeln usw.“ oder „Ich will nicht immer der/die Letzte sein, zu Hause hocken…“ oder „Ich will nicht mehr rauchen, zu viel Süßes essen…“
Positiv formulieren geht so: „Ich will pünktlich aufwachen, ich will erst überlegen, dann handeln, ich will der/die Erste sein, ich will rausgehen und was erleben, ich will Gesundheit spüren, gute Luft atmen, einen gesunden schlanken Körper haben…“ usw.
Lass dir auch hier wieder helfen, indem du dich selbst befragst (du weißt selbst ja sowieso am besten, was das Richtige für dich ist):

  • Wenn ich das nicht will, was will ich stattdessen?
  • Was soll sein, wenn ich mein Ziel erreicht habe?
  • Wie bin ich, wenn ich nicht mehr (rauche, verschlafe, auf der Couch hocke, …)?

Vergleiche kann dein Unbewusstes ebenso schlecht anvisieren (ein Ziel muss genau in den Blick genommen werden). Wie wenn du mit Pfeil und Bogen auf eine Zielscheibe schießen willst. Du musst genau hinschauen, wo die Mitte ist. Wenn du nur denkst, ich will besser treffen, als das letzte Mal, oder als dein Freund, dann reicht das nicht.

Um einen Vergleich zu überwinden kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Was genau werde ich wahrnehmen, wenn ich mein Ziel erreicht habe?
  • Was ist dann anders als heute?
  • Woran werde ich merken, dass es anders ist?

Wenn es zu schwierig ist, Vergleiche zu vermeiden, dann hilft dir eine genauere Einschätzung:
Um Vergleiche zu vermeiden, kannst Du mit einer Skalierung arbeiten: Stelle dir vor, Du hast ein Messinstrument mit einer Einteilung von 1 bis 10. Wenn du also die 10 für das höchstmöglich Erreichbare nimmst und die 1 für das mindestmögliche. Dann kannst du dir überlegen, wo du jetzt auf dieser Skala bist und wo du gerne hinkommen möchtest. Beispiel: Du spielst Gitarre und möchtest gerne besser spielen lernen. Dann schätzt du dich ein: z.B. jetzt spiele ich „3“ und ich will auf „6“ kommen. Das bedeutet, du willst doppelt so gut spielen können wie jetzt, aber nicht unbedingt ein Konzertgitarrist werden. Du lernst eine Sprache: „Jetzt spreche ich schon 5, ich will aber unbedingt auf 8 kommen.“

photo-1456324504439-367cee3b3c32Dein Ziel wird intensiv und plastisch, wenn du es so genau wie irgend möglich aufschreibst.

Wenn du gerade keine Zeit hast, versuche es doch mal mit dieser „Mammutfrage“, zur schnellen Ziel-Anvisierung zwischendurch:

  • Wo, wann, in welcher Situation und wem gegenüber soll was genau erreicht werden?

Du kannst dir natürlich denken, dass dein Ziel aus eigener Kraft erreicht werden können sollte (Ein Lotto-Gewinn kann also immer nur ein Wunsch bleiben und niemals ein echtes Ziel werden – das soll nun aber nicht heißen, dass nicht auch Wünsche einmal wahr werden können :-)).

  • Was kann ich tun, um mein Ziel zu erreichen?
  • Wie kann ich beginnen?
  • Was können die ersten Schritte auf meinem Weg zum Ziel sein?

Hier geht es nun wieder in die Aufteilung in Handlungsschritte (wie oben erklärt).

 

Die Vorstellung von deinem Ziel machst du nun auch wieder ganz sinnlich (d.h. sehen, hören, fühlen) konkret:

  • Was werde ich sehen, hören, zu mir selbst sagen, wie werde ich mich fühlen?
  • Was ist der eindeutigste Beweis für mich, dass ich mein Ziel erreicht habe?
  • Was wird mir dadurch noch möglich?

Formuliere zum Schluss deine Vision und die einzelnen Zielsätze noch einmal schriftlich für dich. Und deine Vision kann sich durchaus später immer noch verändern und so auch die Zielsätze. Nichts ist in Stein gemeißelt. Was dir mit 18 Jahren das Wichtigste war, kann dir mit 30 Jahren ganz anders vorkommen. Vielleicht ist ein Rhythmus von ein paar Jahren das Richtige, um deine Vision immer wieder neu zu betrachten.
Die Ressourcen, die du brauchst, findest du in deinem Inneren. Stell‘ dir nur die Fragen ehrlich.

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Nimm‘ dir jetzt zum Schluss noch einmal Zeit, dein nächstes Ziel, also, dass, was das Ergebnis deiner nächsten Handlung ist, „durchzuträumen“ und das Erreichen dieses ersten Teilziels zu genießen und schaue aus dieser Perspektive noch einmal auf deine Handlungsschritte zurück.

Lehn dich zurück, mach es dir ganz bequem und beginne zu träumen. Stell dir vor, du hast dein Ziel erreicht. Stell dir eine konkrete Situation vor. Wer bist du nun? Wie fühlt es sich für dich an? Wie geht es nun deinem Selbstbewusstsein? Was sagen andere zu dir? Wer klopft dir auf die Schulter? Wie ist dein Gesichtsausdruck, wenn du fühlst, was du erreicht hast?

Träume erst mal dein Leben durch, und dann lebe deinen Traum!

Hyp’Berlin Praxis für Integrative Psychotherapie, Coaching und Training

Fotos: http://www.unsplash.com
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